Entkernen von Gussbauteilen

Problemstellung

Anorganische Sand-Binder-Systeme finden aufgrund technologischer und ökologischer Vorteile gegenüber organischen Cold-Box-Systemen immer breitere Anwendung für das kernintensive Leichtmetallgießen. Eine zentrale Herausforderung bei der Anwendung von Anorganik ist jedoch die Entkernung von filigranen Innenkernen, da der anorganische Binder sich beim Gießen nicht thermisch zersetzt.

Die Entkernung erfolgt typischerweise durch einen zweistufigen Prozess. Zuerst werden durch gezielte Hammerschläge auf das Leichtmetallbauteil Bruchstellen im Kern erzeugt und diese Bruchstücke dann mit Hilfe einer Rüttelanlage aus dem Bauteil entfernt.

Vorgehen

Am Fraunhofer IGCV stehen zur Untersuchung des Entkernverhaltens von Sand-Binder-Systemen verschiedene Prüf- und Teststände sowie eine Entkernanlage im industriellen Maßstab zur Verfügung. Dadurch können sowohl der Einfluss der Schlagfrequenz und des Energieeintrags sowie auch alternative Ansätze zur Entkernung von Gussbauteilen erforscht werden.

Parallel zu den Praxisversuchen wird eine virtuelle Nachbildung des Entkernprozesses aufgebaut und anhand der Erkenntnisse aus der Praxis verfeinert.

Entkernprozess am Fraunhofer IGCV
© Fraunhofer IGCV / Andreas Heddergott
Entkernprozess am Fraunhofer IGCV

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