PMEXCEL – Förderung exzellenter beruflicher Bildung in der Pulvermetallurgie

Zukunftssichere Kompetenzen für die Pulvermetallurgie – Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung in der beruflichen Bildung

Herausforderungen und Ziele der Pulvermetallurgie-Ausbildung

Die Pulvermetallurgie (PM) ist eine Schlüsseltechnologie für die Herstellung von leichten, leistungsfähigen Komponenten in Branchen wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, erneuerbare Energien und Medizintechnik. Der technologische Wandel, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und der globale Wettbewerb führen zu einem wachsenden Fachkräftemangel – insbesondere bei digitalen und nachhaltigen Fertigungsmethoden. Traditionelle Ausbildungsprogramme decken neue Technologien wie Additive Fertigung, Hot Isostatic Pressing (HIP), Press & Sinter und Metal Injection Moulding (MIM) oft nicht ausreichend ab. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können selten eigene Weiterbildungen anbieten.


»PMEXCEL« adressiert diese Lücke, indem es innovative, flexible und nachhaltige Aus- und Weiterbildungsangebote für alle Qualifikationsstufen entwickelt. Zielgruppen sind sowohl Schüler:innen, Studierende, Berufseinsteiger:innen als auch Fachkräfte und Lehrende in der PM-Industrie.

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© Fraunhofer

Projektinhalte und Lösungsansätze

Entwicklung moderner, modularer Lernangebote für die PM-Branche


»PMEXCEL« analysiert europaweit den Kompetenzbedarf der PM-Industrie und entwickelt darauf aufbauend acht praxisnahe, modulare Curricula. Diese decken das gesamte Spektrum der PM-Technologien ab – von Grundlagen über Hard Materials, Funktionale Materialien, Nachhaltigkeit, Press & Sinter, Additive Fertigung, HIP bis zu MIM. Die Inhalte werden als Micro-Credentials zertifiziert und über eine EU-weit anerkannte E-Learning-Plattform bereitgestellt.


Stärkung der Lehrenden und Aufbau von Exzellenzzentren


Durch Lehrenden-Foren, Seminare und Train-the-Trainer-Programme werden Lehrkräfte gezielt weitergebildet. »PMEXCEL« etabliert regionale und transnationale Centres of Vocational Excellence (CoVEs), die als Innovations- und Kompetenzzentren für die PM-Ausbildung dienen. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Bildung wird durch gemeinsame Projekte, Praktika und Wettbewerbe gestärkt.


Förderung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung


Ein besonderer Fokus liegt auf der Integration von Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung in die Ausbildung. Die Curricula vermitteln Kompetenzen zu energieeffizienten Prozessen, Ressourcenschonung, KI-gestützter Fertigung und digitalen Produktionsmethoden. Damit unterstützt »PMEXCEL« die Ziele des European Green Deal und der EU Skills Agenda.


Sichtbarkeit, Vernetzung und Transfer


»PMEXCEL« setzt auf breite Dissemination: Über Webinare, Hackathons, Wettbewerbe, Videos und Social Media werden verschiedene Zielgruppen angesprochen. Die Ergebnisse werden als Open Educational Resources (OER) veröffentlicht und stehen auch nach Projektende zur Verfügung. Ein Finanzierungs- und Förderportal unterstützt die nachhaltige Weiterentwicklung der Angebote.

Aktueller Stand, Ausblick und Synergien im Projekt »PMEXCEL«

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© Fraunhofer

Aktueller Stand – Das Projekt »PMEXCEL« ist im April 2026 gestartet und befindet sich in der Aufbauphase. Die ersten Analysen und Bedarfsabfragen laufen, die Entwicklung der Curricula und der E-Learning-Plattform ist in Vorbereitung. In den kommenden Jahren werden die Angebote pilotiert, evaluiert und sukzessive in die Praxis überführt.

Ausblick –  »PMEXCEL« wird langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen PM-Industrie stärken, die Beschäftigungsfähigkeit von Fachkräften sichern und einen Beitrag zur grünen und digitalen Transformation leisten. Die entwickelten Strukturen und Lernangebote werden nach Projektende durch die Partner weitergeführt und laufend aktualisiert.

Synergien – »PMEXCEL« baut auf Erfahrungen aus früheren EU-Projekten (z.B. CLLAIM, SAM, Voltage) auf und ist eng mit anderen Initiativen im Bereich Additive Fertigung, nachhaltige Produktion und Weiterbildung vernetzt.

Weitere Informationen und Links zu verwandten Projekten finden Sie auf der Fraunhofer IGCV Projektübersicht.

Weitere Infos

 

Weitere Projekte

Hier finden Sie eine Übersicht an weiteren Referenzprojekten des Fraunhofer IGCV.

 

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