MAI OSAKA – Composites für Schlüsseltechnologien in Japan und Korea

Verbundwerkstoffe für Zukunftsmärkte

MAI OSAKA vernetzt Forschung, Industrie und Politik in Deutschland, Japan und Korea, um Schlüsseltechnologien für Verbundwerkstoffe gezielt weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen Zukunftsmärkte wie Windenergie, Wasserstoffmobilität und Luftfahrt. Ziel des Projekts ist es, technologische Trends zu analysieren, nachhaltige Lösungen für Composites voranzubringen und internationale Kooperationen für eine zirkuläre Wertschöpfung zu stärken.

Schlüsseltechnologien für Windenergie, Wasserstoff und Luftfahrt gemeinsam gestalten

Japan und Korea gehören weltweit zu den führenden Nationen in der Entwicklung von Verbundwerkstoffen und Carbonfasern. Für Europa ist eine enge Zusammenarbeit mit diesen Innovationsmärkten von zentraler Bedeutung, um technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Zudem steht die Composite-Branche insgesamt vor erheblichen Herausforderungen: Ressourcenknappheit und bislang unzureichende Recycling- und Kreislaufwirtschaftslösungen erschweren nachhaltigen technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Zudem fehlt es häufig an stabilen internationalen Vernetzungsstrukturen zwischen Industrie, Forschung und Politik.

Vor diesem Hintergrund geht es im Projekt MAI OSAKA darum, Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrt, Windenergie und Wasserstoffmobilität ebenso wie Forschungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger international zu vernetzen und gemeinsame Stärken zu bündeln. Das Projekt untersucht Innovationsstrategien und Rahmenbedingungen der asiatischen Composite-Industrie. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf Nachhaltigkeit: MAI OSAKA entwickelt Ansätze für Recycling, Kreislaufwirtschaft und ressourceneffiziente Materialnutzung, um die Umweltbelastung von Verbundwerkstoffen zu reduzieren und langfristig tragfähige Wertschöpfungsketten zu unterstützen.

Internationale Kooperation und Wissenstransfer

Ein Kernziel des Projekts ist die internationale Vernetzung von Industrie, Wissenschaft und Politik. Durch Workshops, Delegationsreisen, gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen fördert MAI OSAKA den bilateralen und multilateralen Wissenstransfer. Ergänzend liefert das Projekt technologische, politische und gesellschaftliche Analysen, die Unternehmen und Entscheidungsträger bei der Entwicklung nachhaltiger Strategien unterstützen.

Aktueller Projektstand und Ausblick

MAI OSAKA befindet sich Stand Januar 2026 in der ersten Projektphase mit Fokus auf Japan. Die Erhebung von Daten zu Schlüsseltechnologien, Markttrends und Innovationsstrategien läuft und wird durch erste Vernetzungsaktivitäten und Workshops begleitet. In der nächsten Phase werden die Ergebnisse ausgewertet und in die Transferphase überführt, um Synergien mit koreanischen Partnern zu identifizieren.

Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen für Industrie und Politik münden und die Grundlage für nachhaltige internationale Kooperationen schaffen. Das Projekt knüpft dabei an bestehende Initiativen des Fraunhofer IGCV, wie FIP MIRAI@ICC (Fraunhofer Innovation Platform in Kanazawa), MAI Carbon sowie Forschungsarbeiten und Vorhaben zur Kreislaufwirtschaft im Leichtbau an.