Interaktionstechnologien für die Zukunft

2017 waren wir bereits mit verschiedenen Exponaten rund um die Produktion im Zeitalter von Industrie 4.0 auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft vertreten. Auch in diesem Jahr bieten wir spannende Szenarien:

 

Physische und kognitive Assistenz – Mensch-Roboter-Interaktion für die physische Assistenz

Der Einsatz mobiler Robotik in der Industrie gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig werden Themen zur Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter stets weiter vorangetrieben, sodass diese bald als Team gemeinsam Aufgaben erledigen können. Voraussetzung für diese Zusammenarbeit ist die Kommunikation zwischen den Partnern. Daher wird der Roboter dazu befähigt, mit dem Menschen zu interagieren, wozu verschiedene Interaktionsformen betrachtet und eingesetzt werden. Am ausgestellten mobilen Roboter, der den Menschen unterstützen soll, können Interaktionstechnologien, wie eine Gestensteuerung, die Eingabe mittels Smartwatch und ein Projektor zur Anzeige von Informationen erlebt werden. Angelehnt an den Anwendungsfall im Forschungsprojekt FORobotics entnimmt der Roboter Teile aus dem Lager und bringt diese dem Mitarbeiter an der Montagestation.

 

Kognitive Assistenz in der Montage

Der Trend hin zur Produktion individueller Produkte resultiert in einer variantenreichen Montage. Dadurch werden die Montageaufgaben immer komplexer. Durch kognitive Assistenzsysteme kann der Montagemitarbeiter unterstützt werden und Fehler verringert oder sogar vermieden werden.

Am Montagearbeitsplatz des Exponats werden Assistenzsysteme zur kognitiven Entlastung des Montagemitarbeiters in der variantenreichen Produktion erlebbar gemacht. Messebesucher können innovative Unterstützungsmöglichkeiten zur digitalen Informationsbereitstellung sowie unterschiedliche Wearables selbst erproben und mögliche Anwendungsfälle in der eigenen Produktion mit den Experten vor Ort diskutieren.

 

Mutlimaterialfertigung – Additive Manufacturing @ AMLab Augsburg

Additive Fertigung und insbesondere das Laserstrahlschmelzen findet im industriellen Umfeld immer weitere Einsatzbereiche. Die heute verfügbare Prozesstechnik beschränkt sich derzeit jedoch noch auf die Herstellung von Monomaterialbauteile, das heißt Bauteile, welche aus einem Werkstoff bestehen.

Bisher bestehende Ansätze zur Multimaterialfertigung von metallischen Bauteilen begrenzen sich auf hybride oder 2-D-Multimaterialbauteile, die sich durch einen Materialwechsel in Aufbaurichtung auszeichnen.

In einem am Fraunhofer IGCV entwickelten Prozess ist es nun möglich, auch Bauteile aus zwei unterschiedliche Werkstoffen zu fertigen, die eine beliebige Verteilung beider Materialien sowohl in Aufbaurichtung als auch in der Bauebene aufweisen.

Forschungsziele sind die Generierung dreidimensionaler Multimaterialbauteile mit integrierter Sensorik und Aktorik (Bauteile, die aus mindestens zwei Metalllegierungen bzw. einer Metalllegierung und einer technischen Keramik bestehen).
Die Weiterentwicklung der Anlagentechnik wird ebenso adressiert wie die Erarbeitung passender Prüfmethoden und Vorgehensweisen für die Pulverwiederverwendung.

 

Informationsflüsse bei der technischen Sauberkeit

Die Anforderungen an die technische Sauberkeit im Bereich der industriellen Teilereinigung sind im Hinblick auf Folgeprozesse, wie beispielweise Kleben und Lackieren, in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Schlüssel zur wirtschaftlichen Zielerreichung bei der prozessualen Umsetzung dieser Anforderungen ist die bedarfsgerechte industrielle Reinigung. Diese wird insbesondere durch den Einsatz von Messtechnik und formalisierten Prozesszusammenhängen sowie die Verfügbarkeit von Informationen aus der Gesamtprozesskette durch Vernetzung befähigt, ein neues Niveau an Transparenz und Effizienz zu erreichen. Messebesucher können im Rahmen eines Demonstrators die Aufbereitung und Nutzung von verfügbaren Informationen innerhalb der Prozesskette erleben.

 

Open Serv4P – Offene intelligente Services für die Produktion

Welche Vorteile mit offenen und intelligenten Services in der Produktion erreicht werden können, zeigen die Partner des Verbundprojektes dieses Jahr gemeinsam in Halle 2/C28 auf dem Stand des BMWi. Innovative Produktideen und hohe Ansprüche an die Produktqualität erfordern häufig komplexe Produktionsprozesse die sich am Rande des technologisch machbaren bewegen. Produktionsverantwortliche erwarten Echtzeit-Informationen bevor Qualitätsprobleme oder Prozessmängel auftreten. Die OpenServ4P-Partner zeigen wie intelligente Services auf einer Cloudplattform solche Informationen anbieten können. Als anschauliches Anwendungsbeispiel dient dabei das prädiktive Qualitäts- und Risikomanagement bei der Fertigung anspruchsvoller Spritzgussteile.

Mit der OpenServ4P-Plattform wird dabei die komplette Prozesskette von der Erfassung der Produktionsdaten aus den verschiedensten Quellen über die Bildung entsprechender Prognose-Modelle z.B. mit Machine Lerarning bis hin zu anwenderfreundlichen Apps für die Mitarbeiter in der Produktion dargestellt.

Außerdem wird in Zusammenarbeit mit Salt Solutions eine Anwenderumfrage zu aktuellen Industrie 4.0 Themen durchgeführt. Hier können Sie sich auch schon vorab beteiligen.

 

Digitalisierung auf Rädern – Startschuss für das Mittelstand 4.0-Mobil

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Augsburg präsentiert auf der diesjährigen Hannover-Messe erstmals das Mittelstand 4.0-Mobil. Auf dem Freigelände vor Halle 8 steht das Mobil – ein Lkw, dessen abstellbarer Container als Showroom für Digitalisierungslösungen dient. Je nach Branche und Einsatzszenario lässt sich die Ausstellung flexibel variieren. Zum Thema „Kommissionierung in Produktion und Logistik“ werden beispielsweise live vor Ort ein Pick-by-Light-System, ein Handschuh, der Barcodes scannen und Feedback geben kann sowie das  kamerabasierte Assistenzsystem „Schlauer Klaus“ vorgestellt. Nach der Messe startet die bayernweite Roadshow.